Reisemedizin
Diese Praxisinformation ist in erster Linie für alle Ratsuchenden, die eine Auslandsreise planen oder schon gebucht haben.
Für Reisen werden mehrere hundert, wenn nicht mehrere tausend Euro investiert. Zusätzlich wird die eigene Ausrüstung (z.B. für Tauchen oder Bergsteigen) geprüft, das Auto vor der Reise gecheckt. Aber rund 20 Euro für eine reisemedizinische Beratung?
Meine reisemedizinische Qualifikation ist in besonderem Maße geeignet, auch in schwierigen Fällen zu einer Lösung zu kommen, mit der Sie auch wieder gut nach Hause kommen.
Unter reisemedizinischer Vorsorge werden alle Maßnahmen verstanden, die gezielt zur Vermeidung von Krankheiten auf Reisen durchgeführt werden. Dabei ist die Reisemedizin heute eine deutlich kompliziertere Disziplin als früher. Sie entwickelte sich aus der Infektions- und Tropenmedizin einerseits und aus arbeitsmedizinischen Fragestellungen andererseits. Dies bedeutet inzwischen mehr als Impfungen und Malariaprophylaxe, auch wenn dies wichtige Bausteine geblieben sind. Heute verstehen Reisemediziner darunter vor allem die Prüfung, ob Reisender, Reiseland und Reisevorhaben zusammen passen. Dabei geht es um Vorerkrankungen und deren Auswirkung auf Ihre Reisefähigkeit, um Vorsichtsmaßnahmen im Hinblick auf aktuelle oder typische Erkrankungen im Reisegebiet, aber auch um die Versorgung oder Selbsthilfe im Notfall.
Hier finden Sie eine Übersicht zum Urlaubs-Check [213 KB]
sowie zu allgemeinen Schutzimpfungen [207 KB]
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Es gibt eine ganze Reihe von Impfungen, die in Deutschland empfohlen und auch vor Reisen noch aufgefrischt werden sollten. Diese Impfungen sind auch im Reisefall immer eine Kassenleistung.
Daneben gibt es spezielle Impfungen, die für das Reiseland erforderlich sein können. Seit Juli 2007 werden eine Reihe von Impfungen, die bislang als Reiseimpfung privat gezahlt werden mussten, von einigen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Da zurzeit die Regelungen bei den einzelnen Kassen sehr unterschiedlich ist, sollte im Zweifelsfall jeder den aktuellen Regelungsstand bei seinem Sachbearbeiter nachfragen. Eine aktuelle Liste mit Krankenkassen und Impfleistungen finden Sie beim Centrum für Reisemedizin.
Hier finden Sie eine Übersicht zu allgemeinen Schutzimpfungen [207 KB]
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Alle Medikamente, die im Zusammenhang mit einer Reise verschrieben werden müssen (spezielle Impfstoffe, Malariaprophylaxe, Heparinspritzen, Antibiotika und anderes), bekommen Sie auf einem Privatrezept.
Alle Medikamente, die Sie aufgrund einer chronischen oder akuten Erkrankung auch während der Reise einnehmen müssen, bekommen Sie selbstverständlich wie immer auch auf einem Kassenrezept verordnet. Dabei kann nur der reguläre Bedarf, wie er im Normalfall in einem Quartal anfällt, verordnet werden. Sollten Sie eine mehrmonatige Reise planen und somit einen erhöhten Medikamentenbedarf haben, ist eine Rücksprache mit dem Sachbearbeiter Ihrer Krankenkasse und gegebenenfalls eine schriftliche Genehmigung vorab sinnvoll.
Für die mitzuführenden Medikamente (insbesondere bei Spritzen oder Betäubungsmitteln) muss unter Umständen ein Attest zur Vorlage am Flughafen (Sicherheitskontrolle, Einfuhrbestimmungen) ausgestellt werden.
Phototoxische Reaktionen
können durch eine Reihe von Stoffen und Medikamenten ausgelöst werden: Diese Stoffe führen zu einer Photosensibilisierung, durch welche schon nach kurzer Sonneneinstrahlung verbrennungsähnliche Hauterscheinungen hervorgerufen werden können. Aus diesem Grund ist nach Kontakt oder Einnahme dieser Stoffe Vorsicht geboten (Liste nicht abschließend):
- Tetracycline, insbesondere Demeclocyclin
- Amiodaron
- Thiazide
- NSAR nicht-steroidale Antirheumatika
- Sulfonamide
- Quinine
- Johanniskraut und andere Antidepressiva
Wie Sie sehen, sind u.U. Medikamente dabei, die Sie regelmäßig und ohne Auffälligkeiten einsetzen. Nicht jeder reagiert, aber vielleicht tritt eine Reaktion bei Ihrer Reise in den sonnigen Süden auf. Lassen Sie sich gegebenenfalls beraten.
