Dermatoskopie

Zur nichtinvasiven Diagnostik bei Patienten mit bösartigen Hauttumoren, vor allem mit Melanomen, hat sich die Auflichtmikroskopie in den vergangenen Jahren zu einem der führenden Verfahren entwickelt.

Dermatoskopie trägt zahlreiche Synonyma. In den deutschsprachigen Ländern wurde die Methode als „Auflichtmikroskopie“ oder „Epilumineszenzmikroskopie“ (ELM) bekannt. Durch die internationale Verbreitung ist heute der Begriff Dermatoskopie, in fälschlicher Vereinfachung zunehmend auch „Dermoskopie“ üblich. Ungeachtet der terminologischen Probleme hat sich die Methode besonders in Europa als wesentliches Hilfsmittel zur Frühdiagnose von pigmentierten Hautveränderungen durchgesetzt.

Die zusätzliche Verwendung der Dermatoskopie bei der Suche nach Melanomen hat zwei positive Effekte:

Als Unterstützung der Untersuchung mit dem bloßen Auge verbessert die Dermatoskopie die diagnostische Sicherheit und erlaubt es, eine größere Anzahl von frühen und deshalb heilbaren Melanomen zu erfassen.
Andererseits ermöglicht es die Dermatoskopie auch, den Anteil der fälschlich als Melanome diagnostizierten gutartigen Hautveränderungen zu senken und damit unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Die Dermatoskopie ist eine Leistung, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen (EBM) weder für Hautärzte noch für Hausärzte enthalten ist. Sie kann als Vorsorgeleistung, aber auch bei konkretem Verdacht, nur als Selbstzahlerleistung nach GOÄ angeboten werden. Die reine Untersuchung dauert circa 1/2 Stunde, zuzüglich werden Zeiten zur Bildauswertung und der anschließenden Besprechung benötigt. Der Steigerungsfaktor ergibt sich aus dem Aufwand der Untersuchung und liegt in der Regel zwischen 1,0 und 2,3 (70 bis 155 Euro); in Ausnahmefällen ist aber auch eine Steigerung bis zum 3,5-fachen Satz möglich.